ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT
Reichsstr. 31, D-09112 Chemnitz
ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT
 
Stand / Druckdatum: 20.11.2017

Unsere Historie | ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT

 

 
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ADLATUS feiert 10 Jahre

Festveranstaltung im Opernhaus Chemnitz mit Christan Lindner und einem Rückblick

  Christian Lindner im Gespräch bei ADLATUS
Christian Lindner im Gespräch bei ADLATUS

Für die Mitarbeiter von ADLATUS ist es ein ganz besonderer Abend, denn vor 10 Jahren haben wir uns zu unserer persönlichen Wende entschlossen. Bis dahin waren wir sehr engagiert und verantwortlich für eine große deutsche Bank tätig und als ehrbare Banker angesehen.
 

Doch schon seinerzeit erkannten wir selbst zunehmend, dass bei Banken das Vorbild des angelsächsischen Finanzkapitalismus zu einem Sinneswandel führte: während wir noch gelernt hatten, dass das Geldgeschäft schlicht und einfach auf dem Vertrauen basiert, dass sich der Berater im Laufe von Jahren durch eine faire Behandlung und stetige, loyale Berücksichtigung der Kundeninteressen erwirbt und das der Kunde regel- mäßig durch geschäftliche Treue zurückgibt, kehrte bei den Banken in den 90er Jahren eine Vertriebsmentalität ein, bei der im Vordergrund die Steigerung der Profitabilität einer Kundenverbindung und damit ausschließlich die eigene Gewinnmaximierung stand. Und obgleich es verständlich ist, wenn Unternehmen nach extremen Eigenkapitalrenditen streben, gerät die Beziehung aus dem Gleichgewicht, wenn der Kunde einseitig dazu herangezogen und dafür sogar sein Vermögen leichtfertig „geopfert" wird. So mussten Bankberater ungeeignete Produkte - wider besserem eigenen Wissen - bei Kunden platzieren. Ein vermeintlich besseres Gewissen wurde durch Anerkennungsprämien - heute besser unter dem Schlagwort „Boni" bekannt - „bezahlt".
 

Da sich dieses Spannungsfeld zunehmend ausweitete, beschlossen wir, einen Sprung auf die andere Seite, um unser Wissen, unsere Erfahrungen und unsere Leidenschaft für und ausschließlich im Interesse unserer Kunden einzusetzen.Die im Zuge der Finanz- und Bankenkrise des Jahres 2008 dann auch öffentlich bekannt gewordenen Praktiken und Verwerfungen hatten uns später Recht gegeben und die Richtigkeit unserer Entscheidung bestätigt.
 

Auch unsere Name sollte Programm werden und sich von den Anglizismen der gierigen Finanz-Branche abheben: nicht „Financial Services", „Capital Management", "Private Banking oder Wealth Management" sondern ADLATUS.
 

Ein Adlatus ist ein Gehilfe, ein Helfer oder ein Beistand. Er ist vergleichbar mit dem Adjutanten im militärischen Sprachgebrauch. Über die korrekte Pluralform besteht im Deutschen vielfach Unsicherheit. Der Duden führt als Plural „Adlaten". Umgangssprachlich gebraucht ist: „Adlatusse". In Wörterbucheinträgen wird als Plural manchmal „Adlatus" (mit langem -u-) angegeben, was allenfalls eine hyperkorrekte Form ist, weil es das Wort falsch der lateinischen u-Deklination zuordnet, während es im Lateinischen tatsächlich der o-Deklination angehört und mit Plural „adlati" verwendet wird. Die Unsicherheit ist bedingt durch die Schwierigkeit der Etymologie, da „adlatus" in den Wörterbüchern meist aus „ad latus", „zur Seite (stehend)" abgeleitet wird, was aber wegen des Akkusativ Neutrum „latus" keinen grammatisch korrekten Plural „adlati" (und auch keinen Plural „adlatus" nach der u-Deklination) zulässt. Ohne grammatikalische Schwierigkeit ist dagegen die Herleitung als Partizip aus „afferre", „herbeischaffen, beibringen, beifügen", wonach ein „adlatus" als „Beigestellter, Beigezogener" zu verstehen ist.
 

Wir wollten unsere Kunden also kurz gesagt dafür begeistern, „an ihrer Seite" stehen zu dürfen, unabhängig von Banken oder Versicherungskonzernen und auch nicht in Strukturvertrieben eingebunden zu sein und damit unabhängig von Vertriebsvorgaben für eigene Produkte - ausschließlich in ihrem Interesse - tätig zu werden. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unsere Kenntnisse und Erfahrungen auf der Grundlage einer langfristigen Bindung allein zur nachhaltigen Optimierung unserer Kundenvermögen einzusetzen.

 
 
 

Mitte 2002 sind wir mit einem Berater-Team in Chemnitz gestartet. Da uns eine ganzheitliche Betreuung am Herzen liegt, haben wir Spezialisten aus allen im Finanzbereich wichtigen Fakultäten vereint: für die Vermögensanlage und Vorsorgeberatung, für Immobilien und Finanzierungen ebenso, wie in der Unternehmens-, Wirtschafts- und Sanierungsberatung, bei Unternehmensverkäufen oder Nachfolgeplanungen. Schon 2004 kam unser Berater-Team in Zwickau dazu – und auch hier waren es Wertpapier-Spezialisten der Bank, die auf der richtigen Seite stehen wollten; später folgten unsere Niederlassungen in Jena, Dresden, Leipzig und zuletzt in Würzburg.
 

Die höchstmögliche Sicherheit für unsere Kunden ist unser wichtigstes Anliegen: Daher hatten wir als Qualitätsmerkmal und Voraussetzung für unsere Tätigkeit als Vermögensverwalter eine Lizenz der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beantragt. Die Erteilung dieser Lizenz ist an sehr hohe Anforderungen, wie fachliche Eignung, persönliche Zuverlässigkeit und Kapitalausstattung geknüpft. Derzeit verfügen lediglich 450 Unternehmen in Deutschland – davon nur fünf in den Neuen Bundesländern - über diese Erlaubnis, die von den Aufsichtsbehörden streng überwacht werden. Damit sind - neben der Garantie der Sicherheit der Einlagen durch den Einlagensicherungsfonds bei der Depotbank - auch mögliche Ansprüche aus Wertpapiergeschäften durch die bundeseigene „Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen" gesichert.
 

Als wir Anfang 2005 die Zulassung erhielten, wollten wir beweisen, dass wir in den neuen Bundesländer auch an komplexen Märkten wie dem Kapitalmarkt „mithalten" können und stellten uns als einziger ostdeutscher Vermögensverwalter dem „Depot-Contest", der jährlich von dem Nachrichtensender n-tv und der Wirtschaftszeitung Handelsblatt initiiert wird. Dabei wird nicht nur die absolute Wertentwicklung der deutschen Vermögensverwalter gemessen, sondern auch ein geringes Verlustrisiko bewertet. Nachdem wir seither immer unter den ersten fünf platziert waren, schafften wir 2010 den Sprung auf Platz 1 und 2011 den zweiten Platz in der Langzeitwertung im chancenorientierten Segment. Mit diesen nationalen Erfolgen konnten wir nicht nur für unsere Region und die Kompetenz unserer Berater werben, sondern sorgten verständlicherweise auch für Aufmerksamkeit und etwas Aufregung in der Finanzwelt: professionelles und erfolgreiches Portfolio-Management kommt seither nicht nur aus Frankfurt am Main.
 

In diesem Zusammenhang wurden wir auch immer wieder auf unsere bis dahin eher untypische Rechtsform als „Gesellschaft mit beschränkter Haftung" angesprochen. Daher haben wir ADLATUS im Jahr 2007 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, um die langfristige Solidität hervorzuheben und neben der Bankenaufsicht zusätzlich auch einen eigenen Aufsichtsrat zu etablieren, der unsere Vorgehensweise und Strategie kontrolliert. Seit dieser Zeit wirken der langjährige Chemnitzer Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert, der Dresdner Rechtsanwalt und ehemalige Regierungspräsident und Staatsminister Georg Brüggen und der Inhaber des Lehrstuhls für Bank- und Finanzwirtschaft an der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Friedrich Thießen, in diesem Gremium und geben uns wertvolle Hinweise und Ratschläge
 

 
 
 

Trotz aller Anstrengungen und Erfolge mussten wir aber in unserer heute 10-jährigen Geschichte auch „Schatten-Zeiten" erleben. Die Finanz- und Banken-Krise hat seit 2008 das Finanzsystem in weiten Teilen aus den Fugen und Angeln gerissen und in der Folge zu der seit vergangenem Jahr eskalierenden Euro- und Staatsschuldenkrise geführt - das ist auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen. Mit unserem hohen Respekt vor fremdem Geld haben wir immer und immer wieder tage- und nächtelang über den richtigen Weg, die richtige Verhaltensweise in dieser unwirklichen Situation diskutiert und unsere Strategie an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst.
 

Trotz Klärung der Griechenlandfrage und massiver Kursanstiege der Weltbörsen, bleibt das Gefühl der Verunsicherung über die weitere Entwicklung Europas und der Weltwirtschaft erhalten. Dies ist vor dem Hintergrund immer höherer Beträge, die zur Stabilisierung des Finanzsystems und der Verschuldungssituation vieler europäischer Länder notwendig sind, auch nicht verwunderlich.
 

Dass der Euro gerettet wird, steht für uns außer Zweifel. Der Preis dafür wird allerdings eine deutlich höhere Inflation sein. Auch wenn Sachwerte, wie Aktien und Rohstoffe im Kurs schwanken, bilden diese Anlagen einen sinnvollen Schutz vor dem schleichenden Verfall des Geldes. Und so werden wir von ADLATUS auch in Zukunft – in guten und schwierigen Zeiten – an der Seite unserer Kunden stehen und unsere ganze Kraft, unsere Ideen und unsere Leidenschaft dafür einsetzen, ihr Vermögen zu erhalten und zu mehren. Als Finanzdienstleistungsinstitut mit einer soliden Bilanz und einer starken Kapital- und Kundenbasis sowie einem breit angelegten, kundenorientierten Leistungsspektrum konnte unser Unternehmen in diesen 10 Jahren gesund wachsen. Die Unabhängigkeit, Kontinuität und Professionalität unserer Berater bildeten die Voraussetzung, damit unsere Kunden ihr Vertrauen zu uns finden konnten. Dieses Vertrauen motiviert uns täglich bei unserer Arbeit für unsere Kunden. Dafür danken wir sehr, sehr herzlich und versprechen, es dauerhaft zu rechtfertigen.